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Wissenswertes über Senf
Jeder kennt Senf, jeder isst
Senf, aber kaum einer beschäftigt sich mit Senf so richtig. Man holt ihn
aus dem Schrank, würzt Speisen damit und dann verschwindet er wieder
treulos im Schrank als sein er nur billiges Beiwerk. Das hat Senf nicht
verdient, denn er ist mehr als nur ein herkömmliches "Gewürz", er ist,
wenn er gut hergestellt wurde,
ein kleines Geschenk der Natur !
Dafür benötigt er in jedem Fall in der Herstellung einiger
einzuhaltender
Grundregeln. Darauf zu
achten dass unsere Senfe dem entsprechen sind unsere
Prinzipien.
Wissen Sie, dass
in Senf etwas mehr steckt, als den meisten klar ist ?
Senf ist eine wilde
Kohlart, eine einjährig gelb blühende
Senfpflanze und ähnlich wie Raps.
Man kannte sie bereits im klassischen Griechenland, was man beim alten
Philosophen und Mathematiker Pythagoras nachlesen kann. Seine Karriere
begann der Senf nicht als Genussmittel sondern als
Heilmittel (z.B. das Senfpflaster), was er heute nur noch in
zweiter Linie ist, weil sich kaum einer dafür mehr interessiert, da er
von anderen unwichtigeren Dingen des Lebens abgelenkt wird. So manches
wertvolle Hausmittelchen geriet so in traurige Vergessenheit.
Schon im 1.
Jahrhundert unserer Zeitrechnung hat der berühmte griechische Arzt
Pedanios Dioskurides in seiner Arzneimittellehre " Materia Medica " die
heilende Wirkung des Senfs
beschrieben. Die Römer waren es schließlich, die etwa zur selben Zeit
den Senf als Würzpflanze entdeckten. Ebenfalls im 1. Jahrhundert unserer
Zeitrechnung beschrieb der Römer Columella ein Senfrezept, dessen
Bestandteile Senfkörner, Wasser, Soda und Essig waren. Die Römer waren
es auch, die die Senfpflanze über die Alpen in unsere Land brachten.
Ursprünglich war sie als Ackerkraut vor allem in Kleinasien verbreitet,
wo die Griechen den Senf kennen gelernt haben.
Und so
taucht er auf deutschem Gebiet zum ersten mal im Jahre 795 in einer
Schrift "Karls des Grossen" auf, der nicht nur das Anlegen von
Kräutergärten anordnete, sondern auch den Senfanbau. Das Senf schon in
frühen Zeiten keine Allerweltspflanze war, geht aus verschiedenen
Schriften hervor, die dem Senf magische Kräfte
zuwiesen. So behauptete zum Beispiel der Römer "Plinius", dass drei mit
der linken Hand gepflückte Blätter des weißen Senfes, die man zusammen
mit Honigwasser verspeist (Honigsenf ?!), ein hervorragendes
Aphrodisiakum seien, also die Liebeskräfte anregen. Nach
einer anderen Quelle hat der Senf die Eigenschaft, Schlangen zu
vertreiben. Dazu braucht man nur einige Blätter zu verbrennen, der Rauch
besorgt dann sein Werk.
Die
heilende Wirkung des ätherischen Senföls
macht sich auch hier
durch Brennen auf der Haut bemerkbar. Der
Senf als Gewürz hat durchaus mit dem Senf als Heilsmittel etwas zu tun.
Die meisten Gewürze machen unsere Speisen nämlich nicht nur
wohlschmeckender, sondern versehen sie
zusätzlich mit Spurenelementen und anregenden
Wirkstoffen. So bringen Gewürze z.B. den Speichelfluss in
Gang, der für die Verdauung sehr wichtig ist. Die Lust am Essen hat also
durchaus ihre medizinische Seite, wenn man gewisse
Grundregeln bei der Herstellung beachtet.
Außerdem
hat er antibakterielle Eigenschaften; er wirkt also entzündungshemmend.
Wie kommt diese Wirkung zustande ? Der wichtigste Wirkstoff ist das
wertvolle Senföl, das nicht nur
heilende Wirkung hat, sondern auch für den scharfen Geschmack
des Senfes verantwortlich ist. Dieses Senföl bildet sich allerdings erst
in einem chemischen Prozess richtig aus, der in Gang kommt, wenn das
Mehl des gemahlenen Senfkornes mit Wasser vermischt wird. In diesem
ätherischen Öl ist es wiederum das Glykosid Sinalbin, das die
heilende Wirkung und den scharfen Geschmack bewirkt. Sie können diesen
allmählichen Prozess der Senfbildung selbst nachvollziehen. Zerkauen Sie
ein paar Senfkörner, die zunächst durchaus mild und noch gar nicht
typisch nach Senf schmecken. Nach kurzer Zeit bildet sich aber durch
Vermischung des Senfes mit dem Speichel das scharfe Senföl, dass sich
durch seinen scharfen Geschmack verrät. Dieser Umwandlungsprozess wird
durch ein Enzym bewirkt, das ebenfalls im Senfkorn enthalten ist und
durch Wasser aktiviert wird.
Senf solo - naschen ohne Reue ? Senf
- in Wahrheit ein Nussmus ?
Senf gilt im allgemeinen
immer als Würze für die Bock- oder Bratwurst und ggf. noch das Eisbein.
Senf kann man zu allerlei Sachen essen und wenn er sehr gut ist sogar
solo, da gut gemachter Senf ein regelrechter fast
natürlicher Nussmus
ist, wenn man mal die relativ geringe Menge Essig und Salz nicht
betrachtet. Viele haben in ihrer Kindheit Senf einfach aufs Butterbrot
geschmiert (bekommen) und sich mehr daran ergötzt als wenn Wurst darauf
gelegen hätte. Ob Haselnüsse, Pinienkerne, Mandeln oder Erdnüsse - es
sind alles Samen die man zu Mus mahlen kann und man Nussmus erhält
somit. Viele essen heute selbst als vegetarisch orientierte Menschen
regelmäßig Senf auf Brot oder mit Gurke zusammen statt Bockwurst. So
kann man wenigstens das volle Aroma genießen und sich weit besserer
Gesundheit erfreuen.
Warum herrscht innerlich so ein Verlangen nach Senf ?
Das hat viele Gründe, wovon
zwei hervorgehoben werden können. Das eine ist der innere Dang an Stoffe
zu kommen, die das innere "ich" für notwendig hält, wie der Hund der
immer einen Knochen befürworten wird und das Kind was nie einen Apfel
verschmähen würde, rein instinktiv. So hat auch natürlicher Senf (keine
Senfpampe aus dem Chemielabor) ein Aroma, in das man sich total
verlieben kann. Die ätherischen Öle werden ähnlich wie bei Tee
(Kamillentee-Heiltee, Fenchel, Pfefferminze) ihre gute Wirkung im Körper
entwickeln. Auch Senfsaat hat diese wichtigen ätherischen Öle, sofern
sie nicht "heimtückisch" entzogen wurden (durch
entölte Senfsaat) und können so ihre Wirkung entfalten.
Senf ist damit ein
"Mittelding" zwischen heilendem Tee durch die ätherischen Öle und
schmackhaftem Samen-Nussmus, weil die Samen die Nüsse der Pflanze sind
wie beim Haselnussstrauch, nur weit kleiner.
Da wir wissen dass Kohl ein
sehr gutes Gemüse ist, sollte uns einleuchten, dass
original wilder Kohl, nämlich
Senf auch diese Kraft entfalten kann, aber nur wenn die einzuhaltenden
Verarbeitungsbedingungen stimmen, da der gesamte gute Effekt sonst
während der Herstellung schon zu Nichte gemacht wird.
Der zweite Grund des
Verlangens entsteht durch die Beigaben von Salz und Essig, welche
unseren Instinkt nach "ionenreicher Fruchtsäure" bedienen, ein
Empfinden, was auch bei gesundem aromatischem frischem Obst und Gemüse
beim Verzehr entsteht.
Senf als Körperreiniger
Nicht nur jedes Auto verlangt
nach einem Ölwechsel sondern auch der Mensch. So wie sich ein
Auspuffrohr des Zweitakters mal "frei brennen" will, also angelagerten
Ruß rauspusten, will an gewissen Tagen auch unser Körper mal etwas
haben, wovon man sich meist selbst nicht klar ist was er eigentlich
will, nur wir merken halt ein gewisses Verlangen. Man sucht nach etwas
deftigem, was vom Alltag abweicht. Das kann Schokolade sein, Chili, ach
eigentlich alles was der "Fresswahn" so zulässt. Dieses Verlangen ist
normal, wenn man dann nicht Dank Ungeschick giftige Drogen (Nikotin,
Koffein, Acrylamid, Alkohol ... ) dem zur Erlösung anbietet, wenn es
eine "scharfe Prise" Senf auch tun würde, mit der man sich mal
freibrennen kann, um danach "erlöst" zu sein.
Senf eignet sich hervorragend dazu, sofern er vollständig naturbelassen
ist, wovon die meisten Senfs leider durch das Raster fallen, weil die
Grundregeln
einer schonenden Herstellung missachtet werden. Ein Becher schmackhafter
Senf als Mahlzeit mit einigen Gurken zum stückweisen nachspülen, wäre
dann der sinnvolle Verfahrensweg, denn für unseren Verdauungstrakt ist
reiner Senf schon mächtig strapazierend und nicht täglich zu empfehlen,
wenn man mal von der Anfangs-Kennenlern-Euphorie absieht. Mit etwas
Erfahrung meldet sich das innere Verlangen nach diesen paar Tagen
regelmäßig und eine neue Senfkur
kann starten.
Senf scheint zur inneren
Entgiftung wie so eine Art Starthilfe, wie das Vogelküken, was durchs Ei
brechen will und am Ei mitgeholfen wird, es aufzubrechen, so wird der
Senf einen Entgiftungsvorgang, den der Körper schon lange machen wollte
starten und später noch immer wieder solche Momente heranbringen, ihn
mit begünstigen und zum Start bringen, damit man sich hinterher wieder
wie neu geboren fühlt.
Rufen Sie dazu die
Hotline an, für nähere sinnvolle
Ratschläge dazu, denn es ist einiges zu beachten. Fakt ist, dass selbst
bisherige Nicht-Senf-Esser Freude an dieser regelmäßigen Kur
bekommen haben, weil sie die Kraft der Natur gespürt haben und so zum
naturbelassenen
Senfmax-Senf (siehe
Senfsorten) eine neue Freundschaft geschlossen haben.
... mehr
Sorten der Senfsaat
Es gibt
verschiedene Senfsorten. Die bekanntesten sind der gelbe Senf ( Sinapis
alba ), den man früher auch weißer Senf genannt hat, und der
schwarze Senf (Brassica nigra). Die schwarze Sorte ist wesentlich
schärfer als die gelbe. Am verbreitetsten ist bei uns aber der gelbe
Senf, den wir den meisten unserer Rezepte zugrunde legen wollen. Die
Senfkörner wachsen in kleinen Schoten
auf Pflanzen die bis zu einem Meter hoch werden. Damit die kleinen
runden Körner beim Ernten nicht aus den trockenen Schoten herausfallen,
muss man sehr vorsichtig vorgehen. Gemäht werden die Senfpflanzen
deshalb frühmorgens, solange sie noch mit Tau bedeckt sind. Die Wagen
mit denen sie vom Feld gefahren werden, legt man mit Tüchern aus, damit
ja nichts beim Transport verloren geht. In manchen Gegenden wird der
Senf, den man zum Würzen von Speisen verwendet, auch "Mostrich" genannt.
Dieser Name kommt von dem Wort Most. Früher hat man nämlich häufig
anstelle von Essig sauren jungen Wein - also Most - bei der
Senfherstellung verwendet.
Das wichtigste am Senf -
sein Zubereitungs- und Herstellungsverfahren !
Herstellung
von Senf
Die Grundbestandteile von
Senf sind Senfkörner, Wasser, Branntweinessig
aus Getreide und Salz. Senfqualität kommt nicht erstrangig
durch geheime Rezepte und Zumischungen, sondern durch ein schonendes
Herstellungsverfahren unter bedingungslosen
Grundregeln, wo die industrielle Produktion eigentlich schon
verloren bzw. versagt hat.
Das wichtigste von Senf ist
nämlich, dass er während des Mahlvorganges nicht über die
"Schmerzschwelle" um die 40°C erwärmt wird, weil dort gewisse natürliche
innere Stoffe unwiderruflich verlorengehen bzw. zerstört werden. Nun
werden zwar die meisten Produzenten sagen, dass sie ihren Senf nicht
"erhitzen", jedoch passiert dies automatisch und vor allem "unbemerkt",
weil beim mahlen die modernen Maschinen weit über Körpertemperatur warm
werden und den Senf damit ungewollt miterwärmen und weiterhin, dass
moderne Maschinen ihn wie mit dem Multiboy mit 50.000 Umdrehungen pro
Minute mit Messern zerschlagen (dabei wird jedes Krümel Senf kurzfristig
sehr heiß), anstatt ihn wie früher mit Mühlsteinen langsam zu zerreiben,
was einer Industrie allerdings gegen die Kosten läuft. Was im
initiativreichen Familienbetrieb noch geht, kann sich eine Fabrik auf
Kosten der Qualität nicht leisten, so verstrickt ist diese bereits im
Kostennetz, nur die Zeche dafür zahlt der Kunde mit unwertigen Senfen,
was aber nicht für den wichtig ist, dem egal ist was er in sich
hineinstopft..
Das gemahlene Mehl wird dann
eingemaischt, mit Essig und Salz versehen und ruht einige Tage zur
Fermentation und dann wird der Senf nochmals gemahlen und zu einer Paste
verrieben. Kräuter und Zutaten wurden hier schon mit zugefügt. Der
schonende traditionelle Mahlvorgang, bei dem die Maische in kaltem und
feuchtem Zustand zwischen zwei schweren Mühlsteinen zu einer mehr oder
weniger glatten kompakten Paste verarbeitet wird, bietet der
industriellen Fertigung gegenüber enorme Vorteile. Es bleiben dabei die
Eigenschaften der hitzeempfindlichen ätherischen Öle und damit die
aromatischen Qualitäten und die Schärfe des Senfs erhalten und können
sich entfalten. Übersteigt die Temperatur ca. 40 °C, gehen die
ätherischen Öle durch biologischen Tod fast vollständig verloren. Die
darauf folgende Einlagerung in Fässern lässt den Senf reifen. Dabei
verliert er durch eine chemische Reaktion seine natürliche Bitterkeit
und setzt sein scharfes Aroma frei.
Zum Abschluss wird die Einfüllung bevorzugt in Steintöpfe oder aber in
Gläser vorgenommen. Die Tube ist bei anspruchsvollen Herstellern verpönt
siehe dazu auch das Problem von Metallionen metallener Verpackungen
dadurch. Senf ist eigentlich ewig haltbar, auch wenn das Verfalldatum
auf ein Jahr begrenzt sein sollte, verliert er lediglich an Schärfe und
wird eigentlich nicht schlecht.
Was
guten von minderwertigem Senf unterscheidet
Guter Senf ist vollkommen und
vollmundig. Vergleiche man dazu einen frischen Apfel oder einen Joghurt
mit Apfelaroma. In der heutigen Zeit wird der Bürger mit viel Beschiss
konfrontiert - bunte Verpackungen und synthetische Aromen - nur das was
er will ist da nicht (mehr) drin. Die meisten Lebensmittel sind der
reinste Chemie-Dung und haben mit "Lebensmittel" eigentlich nichts mehr
zu tun, weil sie eher toter Pampsch sind und unseren Körper verschlacken
anstatt ihn zu nähren. Menschen die solches Zeug essen sind innerlich
damit meist nicht nur unzufrieden, sondern erhöht krankheitsgefährdet.
Kurzum "gemahlene Pappe" plus Aroma plus Lebensmittelfarbe ergibt nie
und nimmer einen guten Senf. Nur mit
schonenden Herstellungsverfahren besteht erst die Chance einen Senf
"unzerstört" und damit naturbelassen zu erzeugen.
Gute Senferzeuger mahlen ihr
Korn selbst, wobei auch das volle Öl im Senf enthalten bleibt. Viele
stellen Senf aus bereits vorgemahlenem Senfmehl her, was leider von 28%
beinhaltendem Senf-Ölanteil volle 18% entzogen bekommt, damit das
Mahlgut nicht ranzig-bitter wird und verdirbt und der Rest vermutlich
sogar dabei noch beschädigt wird. Übrig bleibt also ein "lebloses"
Pulver - genannt ehemals Senf, wie ein Apfel ohne Zucker oder eine
Avocado ohne Fett ggf. ein Wein oder Schnaps ohne Alkohol.
Als zweites sollte der Senf
ein natürliches Salz enthalten, was dann
Meersalz oder
Salinensalz wäre, da das handelsübliche Salz was ggf. noch
das angeblich so "nützliche" Jod als
Jodsalz enthalten würde, kein natürliches Produkt ist, sondern ein
aggressives beißiges Zeug, was ein menschlicher Körper ablehnt.
Salz enthält natürlicherweise fast alle Elemente des Periodensystems
(Chemie), also weit über 80 verschiedene, die man aus handelsüblichem
Salz herausraffiniert hat. Wie bei einem Auto, bei dem man 500g = 200
Stück Schrauben entfernt und es auseinander fällt an jedem Zipfel,
passiert dies chemisch gesehen auch beim Salz, so dass es für den Körper
problematisch wird, ungesund wird und man es sogar giftig nennen kann,
auch wenn die höhere "Dosis" erst das Problem erkennen lässt, zumindest
wenn man nicht feinfühlig genug ist. Stellen Sie sich nur vor sie würden
das winterliche Tausalz essen, was Straßen, Schuhe und Fahrzeuge
zerfrisst. Vielleicht beantwortet es das.
Kurzum sind diese
Grundregeln wichtig für guten
Senf:
1. das originale vollständige
vollölige Korn muss ohne Entölung verwendet werden
2. das Mahlverfahren muss
langsam mahlen, absolut unter 40°C bleiben und unmittelbar vorher
erfolgen
3. das Salz muss Meersalz
oder Salinensalz sein, kein Kochsalz womöglich noch mit extrahiertem
Jod.
4. und erst nach Einhaltung
von 1....3. kommt der Geschmackswert bzw. durch verfeinernde Zutaten
In der Realität bildet der
überall käufliche Bilig-Senf leider die unterste Qualitätsstufe, die
Biosenfe die höhere Stufe, die jedoch auch von traditioneller
Herstellung original vermahlener Senfmühlen noch weit übertroffen
werden. Wer Feinschmecker ist erkennt nicht nur diese Differenz zur
krönenden Spitze, er erklärt sie sogar zu seinem persönlichen Standard.
Ob gut, minderwertig oder
schlecht - es ist alles relativ. Wer einen unsensiblen Gaumen hat, dem
werden Geschmacksdifferenzen verborgen bleiben, dem reicht auch
"billig", welche jedoch ein sensibler Mensch heraus schmecken kann.
Jener unsensible wird sich mit allem zufrieden geben was ihm vorgesetzt
wird, weil er Feinheiten nicht herausmerkt. Fakt ist, dass die
sensibelsten Menschen immer nur mit höheren Qualitäten zufrieden sein
werden und da nicht alles auf der Welt "bestens" sein kann, ist alles
was nicht das beste ist automatisch das "zweitplazierte" und damit
logisch immer schlechter und minderwertiger als das Beste. Zweit und
Drittplazierte Sportler sind keine Versager, nur Gewinner ist immer nur
der erste Platz. So auch beim Senf - nur um zu vermeiden, dass jemand
die Lust an der Senfherstellung verliert, weil er fern ab jeglicher
Herstellungsnorm liegt - er bedient dann halt am besten seine unsensible
alles blind verzehrende gutgläubige Kundschaft.
Bio-Senf
Bio ist ein sehr leidiges
Thema. Die einen verspotten es, die anderen nehmen es als
Mindeststandard und verpfänden ihrer Seele blindlinks. Leider verkörpert
das Wort "BIO" als Biologie-Kürzel nicht automatisch maximale "Biologie"
für uns. Bio ist vorrangig auf überwachte
unschädliche Düngung und Schädlingsbekämpfung orientiert, um
Vergiftungen durch jenes Zeug zu vermeiden. Da Nahrung nicht nur aus
"vermeiden von Gift" begründet wird sondern auch auf "Erhalt von innerer
Lebendigkeit" in der Pflanze, hat Bio meist nicht die besten Karten, da
bereits mit schlechten Herstellungsverfahren alle biologische
"Lebendigkeit" gelöscht wird und der eigentliche Zweck verfehlt wird.
Die meisten wissen das nicht, weil sie biophysikalische Nieten sind und
vertrauen auf eine unkorrekt praktizierte Theorie die ein Traum bleibt.
99% (!) der Menschen haben von richtiger artgerechter Ernährung sowieso
keine blasse Ahnung und kleben nur in der geburtlichen Gewohnheit fest,
was man daran sieht was sie alles kaufen und in sich hineinstopfen. Wohl
dem das Biosenf wenigstens schon mal mit Meersalz gemacht wird. Bio
verlangt Zertifizierung, Zertifizierungen kosten Geld, dieses verlangt
höhere Kosten und damit einen eigentlich höheren Preis oder akute
Sparmaßnahmen durch "schnellere" Herstellung, weil bei höherem
überhöhten Preis kein Umsatz mehr erfolgen wird. Bio ist gut gemeint,
aber ein absoluter Krampf in Sachen Effektivität, also
Kosten.Nutzen-Verhältnis, oft zu Ungunsten des Verbrauchers, was nicht
automatisch bedeuten soll, dass achtlos vergiftete Billigkost besser
sei.
Senf in Rohkostqualität ?
Wie oben schon betont ist
Senf ein aus Senfsamen hergestellter Nussmus, der mit Essig und Salz
haltbar gemacht wird. Wird er nach den unabdingbaren
Grundregeln produziert,
entspricht er der sogenannten Rohkostqualität, da er keine
Temperaturüberschreitungen erfuhr. Das ist der höchste und
entscheidendste lebensmitteltechnische Standart den man bei
Lebensmitteln haben sollte, bevor alles weitere kommt, denn ohne die
naturbelassene Lebendigkeit ist alles weitere sowieso nutzlos.
Warum
gibt es immer weniger originale Senfmühlen ?
Das hat was mit dem
Bewusstsein der Menschen zu tun. In der heutigen Zeit wollen die meisten
immer mehr Geld haben und immer reicher werden, aber immer weniger
arbeiten dafür. Logisch, dass zeitaufwendige Feinarbeit unterbleibt, die
aber notwendig ist um den "Punkt" auf das "i" zu bringen. Ein
Familienunternehmen legt viel mehr Zeit in Ihr Produkt als ein
Großbetrieb mit Fließbandtechnik. Schauen wir uns doch die bäuerliche
Hühnerhaltung an und vergleichen es mit den Industriehühnern in
KZ-ähnlichen Legebatterien oder nehmen wir einen Maler der entweder kurz
mit dem Pinsel ein paar Farbkleckse auf das Blatt bringt oder er
filigran ein schönes Bild aus zig Farben erstellt. Logisch dass man beim
richtigen kunstvollen malen zwei Bilder im Monat fertigstellen kann und
beim Kleckse verteilen man 500 Bilder erstellen kann, die zwar nach
nichts aussehen aber nun billiger sind, man aber nun mehr Ware hat, was
die leider blinde Bevölkerung nicht bemerkt. Die Farbverklecksungen
selbst zum halben Preis verkauft bringen mehr Profit als ehrliche
Qualität geleistet und viel Zeit verbraucht. So ist das nicht nur beim
Senf sondern bei fast allem. Darum sind die ehemals 1000 originalen
Senfmühlen auf ein zwei Hände voll geschrumpft. Die Antwort darauf ist
eine Bevölkerung die reell nach Strich und Faden beschissen wird, weil
ihr ein Luxus als Lebensziel verkauft und beworben wird, der der blanke
Beschiss ist, weil dieser Moderne Luxus nur eine
billige Kopie ist, die nur
Schein hat aber nichts taugt. Daher wendeten sich die Menschen immer
mehr von traditionellen Erfahrungswerten ab und verspielten so faktisch
"Haus und Hof", wie der Bauer der seinen Acker bitumiert und vergisst,
dass er zum Essen nächstes Jahr wieder eine Ernte benötigt und der
Bitumen leider nicht als "Bitumen-Lebkuchen" verzehrsinnvoll ist, wie
man es ihm eigentlich "vertrauensvoll" eingeredet hatte.
In den nächsten Jahren werden
immer mehr Menschen erwachen, die diesen Selbstbetrug aufgrund der
Illusion Luxus und Gefahr durch Abwendung von Natur- und
biophysikalischen Gesetzen feststellen werden, notfalls durch hohes Leid
aufgrund ihrer eigenen Schwerfälligkeit und Tagträumerei. Lebensmittel
sind kein Hobby, sondern unabdingbare Notwendigkeit des reinen
Überlebenswillens wegen, weil kaum einer wirklich Interesse hat sich
seine letzten Jahre durchs Leben völlig verkrankt zu schleppen, aber
irgendwie nicht den Dreh raus hat sich vom Zwang der Fehlorientierung zu
befreien.
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